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Wie Du ein Traumlexikon anlegen kannst

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Fast jeder hat sicherlich schon einmal neugierig einen Blick in ein Traumlexikon geworfen. Bedeuten Begriffe für alle immer das Selbe? Ich denke nicht. Auch Symbole habe zwar eine gemeinsame Basis, jedoch haben sie auch ganz individuelle Färbungen und Bedeutungen die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Ich leugne nicht, dass es auch so etwas gibt wie Kollektive Begriffe und Symbole, denn sonst könnten wir uns nicht miteinander verständigen, doch gerade, wenn es um uns selbst geht, ist es nahe liegender sich mit der eigenen Symbol- und Begriffswelt auseinander zu setzen und zu sehen was die Dinge ganz für uns persönlich bedeuten. Diese ganz individuelle Vorstellung und Auffassung von der Welt ist das, was sich in unseren Träumen widerspiegelt . Eine Sense bedeutet nicht zwangsweise immer Tod. Sie kann auch mit dem Duft von frischem Gras assoziiert werden. Vielleicht bedeutet sie auch Befreiung oder Ernte. Es ist viel aufschlussreicher sich sein eigenes Traumlexikon herzustellen. Es lässt sich dadurch viel lernen über uns selbst lernen.
Gut geeignet finde ich hierfür ein normales Heft, welches (fast) die gleiche Größe hat wie mein Traumtagebuch. Ich lege es hinten in das Traumtagebuch hinein.

Beginne das Traumlexikon erst nachdem Du einige Träume gesammelt habt, bzw. dann, wenn Du mehr als zwei oder drei Träume aufgeschrieben hast, in denen gleiche Bilder vorkommen.
Das kann zum Beispiel etwas sehr greifbares sein wie ein  Aufzug, eine Farbe, ein bestimmtes Tier oder etwas abstrakteres wie eine Kreisbewegung, eine Fortbewegungsmethode, ein bestimmtes Gefühl, ein Ort oder eine Zeit etc.

  1. Blättere deine Träume durch und wähle eine bestimmte Farbe für ein bestimmtes Symbol, dass Dir aufgefallen ist. Unterstreiche alle Stellen an denen es vorkommt.
  2. Gebe dem Symbol einen Namen, bspw. ‚Aufzug’ und schreibe ihn an den Anfang einer Seite des Heftes. Ein Symbol bekommt immer eine Vorder- und eine Rückseite. Nimm deshalb wirklich nur Dinge die entweder  öfters vorkommen oder die Dir aus irgendwelchen Gründen besonders wichtig sind. Wenn Du viel findest nimm einfach ein dickes Heft oder eine Kladde.
  3. Schreibe nun zu jeder Stelle die Du unterstrichen hast, welche Eigenschaft der Traum eurem Symbol zuordnet evtl. mit Datum in Klammern. zum Beispiel:
    Aufzug:   
  • hat Tasten wie ein CD-Player
  • fährt nicht dahin wo ich gedrückt habe
  • ich fahre immer allein
  • fährt auf Stockwerke die nicht existieren und auf denen ich merkwürdige Dinge erlebe die mit ... zu tun haben

usw.

Hast Du neue Träume in denen dieses Symbol vorkommt, wertet auch diese aus. Aber auch hier vermeide es vorerst zu interpretieren, beobachte und sammle das was Dir. Gelegentlich geht Dir dann plötzlich ein Licht auf, was es mit diesem Symbol auf sich hat. Schreibe solche Ideen und Einfälle auf die Rückseite der Seite. Sollte sich an den Eigenschaften des Symbols etwas ändern, so mache ein Ausrufzeichen daran, solch Veränderungen sind besondere Hinweise. Manchmal ist es so, dass sich die Funktion des Symbols über die Zeit ändert oder Du das Gefühl hast, die Sache ist jetzt beendet. z. B. fährt jemand im Aufzug mit und der Aufzug fährt genau dorthin wo ich hin wollte. Meistens geht so einem Abschluss die Erkenntnis voran, was das Symbol für einen bedeutet. Zu wissen, was ein Symbol bedeutet, heißt nicht zwangsweise dies auch in Worten ausdrücken zu können. Es kann auch ein bestimmtes Gefühl oder eine bestimmte Gewissheit sein, die Du empfindest. Wenn Du das Gefühl hast, die Bedeutung herausgefunden zu haben, notiere was möglich ist als (vorläufiges) Fazit. Suche die Bedeutung nicht krampfhaft und intellektuell, sie kommt von selbst, wenn Du Dir deine Notizen ab und zu durchliest und deinen Assoziationen und Gedanken folgst, die sich dadurch einstellen.

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