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Regelmäßiger Zahnarztbesuch und wenn du damit Probleme hast

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Ich war jahrelang selbst nicht beim Zahnarzt. Meine Zähne waren zum Schluss so schlecht, dass ich kaum noch kauen konnte. Ich habe eine Lösung für meine Zahnarztangst gefunden. Vielleicht ist das ja auch etwas für dich?

Ich war lange Jahre nicht beim Zahnarzt. Ich konnte einfach nicht. Die letzten male, die ich zuvor beim Zahnarzt gewesen war, hatte ich schon Herzklopfen, wenn ich mir einen Termin holen wollte/sollte und sobald der Zahnarzt ins Behandlungszimmer kam, fing ich an zu weinen. Wie ein Schlosshund, nicht nur ein bisschen. Viele Zahnärzte waren glaube ich auch mit dieser Situation überfordert. Oft behandelten sie mich besonders schnell, damit es schnell für mich (für sie?) vorüber war. Allerdings hat sich nicht selten nach so einer Behandlung der Zahn dann erst recht entzündet und musste Wurzelbehandelt werden. Irgendwann war es dann so weit, dass ich angefangen habe zu weinen, sobald nur jemand sagte, ich müsste ja mal wieder zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt. Also ging ich nicht mehr. Wie gesagt für Jahre. Wie ich dann doch zum Zahnarzt kam kannst Du im Forum unter „Therapien, Heilmethoden,Gesundheit“ Thema „Zähne“ durchlesen.

Weil ich nicht anders konnte, als zum Zahnarzt zu gehen, schaute ich in die Gelben Seiten und fand eine Rubrik: „Zahnärzte für Angstpatienten“ Davon gab es einige. Falls Du auf dem Land oder in einer kleinen Stadt wohnst und es dort solche Zahnärzte nicht gibt, dann schau in den Gelben Seiten der nächsten, größeren Stadt. Für eine komplette Sanierung der Zähne brauchst Du drei bis vier Termine.

  1. Beim ersten Termin passiert gar nichts. Der Zahnarzt schaut einfach deine Zähne an und nimmt auf, was repariert werden muss. Er erstellt daraufhin einen Heilkostenplan mit dem Du zu Deiner Krankenkasse gehst. Wenn du ein sehr geringes Einkommen hast, dann kann es sein, dass die Krankenkasse dir den doppelten Zuschuss gibt, auch wenn du kein Bonusheft hast, jedenfalls war das bei mir so.
  2. Den zweiten Termin hast Du dann bei einem Anästhesisten der dich während der Behandlung narkotisiert. Er wird dich Untersuchen und am Tag der Sanierung zum Zahnarzt kommen. Er bringt einen Tropf mit Schmerzmittel und das Narkoseserum mit. Ich glaube es gibt da verschiedene. Es wird dir ein EKG aufgeklebt und der Anästhesist überwacht die ganze Zeit, ob es dir gut geht. Die Kosten für den Anästhesisten trägt die Krankenkasse nicht. Bei mir hat es 150 Euro pro Stunde gekostet. Es waren Ursprünglich 4 Stunden für die Behandlung geplant. Was dann 600 Euro kostet. Es hat fünf Stunden gedauert, aber die Rechnung von ihm war trotzdem nur 600 Euro. Ich kann dieses Geld in Raten zu je 100 Euro zahlen. 300 Euro musste ich direkt in Bar mitbringen.
  3. Der dritte Termin ist dann die Sanierung. Der Anästhesist wird die Narkose einleiten und die Behandlung beginnt, sobald sie wirkt. Der Zahnarzt wird dir vorher sagen wie lange die Behandlung etwa dauert. Bei Zähnen die Kronen oder Brücken bekommen, bekommst du vorerst Provisorien eingesetzt.
  4. Der vierte Termin ist dazu da, die richtigen Kronen einzukleben. Hier passiert nichts wirklich aufregendes mehr. Die Provisorien werden abgenommen und die richtigen Kronen/Brücken aufgeklebt. Fertig.

Ich kann auch die Zahnarztbehandlung in Raten zahlen. Bei größeren Unterfangen ist das meistens möglich und der Zahnarzt wird vorher darüber mit dir sprechen oder Du solltest ihn unbedingt danach fragen.

Was mir noch wichtig war: Viele Zahnärzte vorher haben verschiedene Strategien gehabt um mit meiner Angst fertig zu werden

  1. Es gab welche, die haben mit mir gesprochen, als wäre ich ein Baby. Das hat mich sehr gestört und ich bin dann auch nicht mehr hingegangen. Schließlich bin ich erwachsen und habe Zahnarztangst. Ich bin weder kindisch, noch naiv, noch sonst irgendwas, dass eine solche Behandlung rechtfertigt.
  2. Es gab welche, die haben mich kaum angefasst. Ein Zahnarzt hat mich einmal eine Stunde auf dem Stuhl sitzen lassen und hat immer mal wieder herein geschaut, ob ich mich wieder beruhigt habe. Sobald er sich neben mich gesetzt hat und mir reden wollte, habe ich wieder angefangen zu weinen und er hat wieder gesagt, dass er dann wieder kommt. Ich bin aus dieser Praxis gegangen ohne behandelt worden zu sein. War auch nicht so sinnvoll.
  3. Es gab welche, die haben versucht meine Angst zu bagatellisieren, indem sie gesagt haben, das wird schon und ich soll mich jetzt mal zusammenreißen. Das war zwar auch nicht die Lösung, aber ich wurde einige Male behandelt, bevor ich die Behandlung abgebrochen habe und nicht mehr hin ging und alle Füllungen (zum Teil noch provisorische) nach und nach wieder heraus brachen

Im Vergleich dazu möchte ich die neue Erfahrung stellen, die ich bei dieser spezialisierten Zahnärztin gemacht habe.

  1. Ich wurde für voll genommen. Ich habe mich jederzeit als Erwachsener gefühlt, der einfach eine besondere Angst vor bestimmten Dingen hat.
  2. Ich wurde genau gefragt, was mir  beim Zahnarzt Angst macht und was ich am meisten fürchte.
  3. Auf diese Befürchtungen wurde spezielle eingegangen. Ich habe zum Beispiel Horror vor den Geräuschen und habe bei einer Behandlung vorher Kopfhörer mit einer Hypnose-CD bekommen mit der ich erst einmal eine halbe Stunde „arbeiten“ konnte. Auch während der Behandlung konnte ich die Kopfhörer auflassen und die Zahnärztin hat auch überprüft, ob die Kopfhörer auf laut gestellt waren.
  4. Sobald ich auch nur ein bisschen gezuckt habe, hat sie gefragt ob es weh tut und hat nachbetäubt, wenn ich ja gesagt habe.
  5. Besonders gefallen hat mir folgendes. Ich habe gejammert: „Ich kann kaum noch kauen.“ Da schaut sie mich an. lächelt und sagt: „Das ist doch gut für Sie, dann kommen Sie auf jeden Fall wieder.“
  6. Ich habe einmal meinen Heilkostenplan verfallen lassen. Einfach aus…naja Du weißt warum- einfach so. Dann wollte ich es aber doch machen. Es wurde keinerlei Aufhebens darum gemacht. Es hieß einfach nur, wir machen einen neuen Termin und machen einen neuen Plan.
  7. Ich hatte noch drei Amalgam-Füllungen die nicht kaputt waren, aber ich wollte die auch aus meinem Mund haben, damit ich kein Amalgam mehr habe. Sie hat sie mit auf den Heilkostenplan geschrieben und gesagt, wenn der Gutachter die nicht befürwortet, dann würde sie die Hälfte der Kosten für die neuen Füllungen übernehmen.

Ich könnte sicherlich noch mehr nennen, aber das reicht denke ich für einen Vergleich zwischen normalen Zahnärzten und Zahnärzten die sich professionell auf Angstpatienten spezialisiert haben.

Wenn Du viele Probleme mit deinen Zähnen hast, kann ich Dir nur Empfehlen deine Zähne komplett sanieren zu lassen. Es ist so ein tolles Gefühl nach Jahre endlich wieder Essen zu können, ohne dass man hinterher direkt Zahnschmerzen bekommt. Oder in den eigenen Mund zu schauen und es gibt keine dunklen Metallflecken mehr im Mund von denen man das Gefühl hat, dass sie einen indirekt permanent mit Schwermetallen belasten. Und es ist das Gefühl, dass man nun endlich für sich gesorgt hat, in einem ganz wichtigen Punkt, ein Problem gelöst hat, an das man jahrelang noch nicht einmal denken konnte. Es ist schon so wie meine Zahnärztin sagte: „Nun beginnt ihr neues Zahnleben.“ – und viele das damit zusammenhängt. Ich war mittlerweile schon zwei mal wieder beim Zahnarzt. Einmal bei meiner Zahnärztin und einmal bei einem von der Krankenkasse bestellten Gutachter. Bei meiner Zahnärztin habe ich gar kein schlechtes Gefühl mehr in ihre Praxis zu kommen. Kein Herzklopfen, keine Zitteranfälle, keine Ideen aus dem Fenster des Wartezimmers zu springen um zu entkommen. Doch selbst beim Gutachter war ich tatsächlich sehr ruhig. Ich war ein kleines bisschen aufgeregt, das bin ich aber glaube ich immer beim Arzt, egal was für ein Arzt es ist. Aber ich konnte mir sagen: Meine Zähne sind nun alle heil gemacht. Sie sind jetzt wieder gut. Das hat mir ein sehr entspanntes Gefühl gegeben. Selbst, wenn ich nun mal wieder einen Zahn reparieren lassen müsste, wäre es nicht schlimm, denn ich weiß es ist nur ein Zahn. Ich weiß, dass ich das schaffen und aushalten kann. Habe ich nun meine Zahnarztangst besiegt? Im Moment würde ich sagen: Definitiv JA. Ich bin nur noch normal arztaufgeregt beim Zahnarzt und nicht mehr panisch. Ob das nun anhält? Ich werde es sehen, aber ich bin sehr zuversichtlich.

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